Seit Ende April führt McDonald’s einen veganen Burger im Sortiment und folgt damit einem Trend, den viele andere Unternehmen bereits erkannt haben. Zwar ist der Anteil an Veganern verhältnismäßig gering, doch haben sie eine große Kaufkraft und viele Nicht-Veganer verzichten gelegentlich gern auf tierische Produkte. So war der erst kürzlich bei Lidl angebotene fleischlose Burger Patty von Beyond Meat blitzschnell ausverkauft, Magnums vegane Eis-Variante erfreut sich großer Beliebtheit, der Zuckerkonzern Pfeifer & Langen beteiligt sich an Amidori  und Katjes startet den Schokoladen-Verkauf mit einer veganen Version. Wie kommt der Veggie Burger der amerikanischen Kette bei den Konsumenten an? Dazu hat Oeeda in Zusammenarbeit mit Bonsai Research einen Teil der 3 Millionen Nutzer von CodeCheck, der führenden Community für bewusste Konsumenten im deutschsprachigen Raum, befragt.

Bewusster Fleischkonsum und aufmerksame Konsumenten

Durchschnittlich 74 Prozent der Befragten hatten schon wenige Tage nach Einführung des Big Vegan TS vom rein pflanzlichen Veggie Burger von McDonald’s gehört. Zwar hatten ihn 82 Prozent noch nicht probiert, aber die Awareness für Alternativprodukte zeigt, dass nicht nur Veganer an fleischloser Ernährung interessiert sind. McDonald’s spricht mit dem Big Vegan TS Millionen Menschen an, die geschmacklich nicht auf Fleisch verzichten wollen, aber ihren Konsum aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen reduzieren möchten.

Fleischlos ja, aber nicht geschmacklos

Über 50 Prozent der Teilnehmer, die zu fast gleichen Teilen aus Veganern, Vegetariern, Flexitariern und Fleischessern bestanden, fanden den Burger geschmacklich sehr gut oder gut. Vor allem der fleischähnliche Geschmack und die Möglichkeit, eine vegane Alternative zu wählen, kamen gut an. Dennoch waren sich alle einig, dass er etwas trocken sei und es an Soßen fehle. Bei der Gruppe der Veganer wurde außerdem die Zusammenarbeit mit Nestlé Tochter Garden Gourmet als Kritikpunkt genannt. Engagement negativ und 10 Prozent haben sich dazu noch keine Gedanken gemacht.

Junge, kritische Zielgruppe, die den Markt verändert

Positiv aus Sicht der befragten Vegetarier: Sie beschreiben das Konzept als wegweisend, außerdem werde der Umstieg von Fleisch zu vegetarischer Ernährung erleichtert, da für Fleischesser Alternativen geboten werden. Zwar ist den meisten der Studienteilnehmer der Big Vegan TS bekannt, testen möchten sie ihn dennoch selbst größtenteils nicht. McDonald’s legt die Inhaltsstoffe des Neuzugangs offen und verheimlicht auch die Kooperation mit Garden Gourmet nicht, doch könnte genau das der Grund für die Zurückhaltung sein. Vegan-Welt schreibt, dass „Fleischersatzprodukte von Nestlé, wie die Produkte der Marke Garden Gourmet nicht mit einer veganen Einstellung vereinbar sind“, so eben auch der Burger von McDonald’s. Deutschland gilt als einer der führenden Märkte, was das Umsetzen und Testen von Trends angeht. Vor allem Millennials verändern mit ihrer Kaufkraft und der Wende zum bewussten Konsum die Produktentscheidungen vieler Unternehmen.

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Methodik: Für die Oeeda Insights wurden in Zusammenarbeit mit Bonsai Research Mitte Mai 2019 insgesamt 2294 Nutzer von CodeCheck online befragt. 1719 Nutzer füllten die Erhebung komplett aus.